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Reflexionen zur Rosenburg-Ausstellung - Brauchen Anwälte eine Rechtsgeschichte?

In den Jahren 2019 und 2020 zeigte das Instytut Zachodni in Kooperation mit dem Bundesministerium der Justiz der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Krakau und Posen die Ausstellung „Rosenburg – das Bundesministerium der Justiz der Bundesrepublik Deutschland im Schatten der nationalsozialistischen Vergangenheit". Ergebnis der wissenschaftlichen Konferenzen im Zusammenhang mit der Ausstellung ist die polnisch-englische Publikation (Steiner Verlag) „Die Verantwortung des Staates für internationale Verbrechen. Reflexionen zur Rosenburg-Ausstellung (Poznań, 2021), die die Ursachen und Auswirkungen der gescheiterten Beilegung der internationalen Kriminalität diskutiert. Die Ausstellungsautoren stellten im Zusammenhang mit den personellen und materiellen NS-Fortsetzungen im Bundesministerium der Justiz nach 1949 auch die Frage: "Sind Juristen ohne Moral?" In der Podiumsdiskussion werden wir versuchen zu beantworten, ob die Kenntnis der Geschichte und insbesondere der Rechtsgeschichte totalitärer Länder, an deren Aufbau und Arbeitsweise Rechtsanwälte beteiligt waren, ein Gegenmittel gegen die Arbeit eines Anwalts ist, der keinen Sinn für Moral hat.

Dr. hab. Magdalena Bainczyk, Instytut Zachodni
Julius Gast, Studium der Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin
Alexander Grapentin, Bundesministerium der Justiz der Bundesrepublik Deutschland
Jan van den Hoff, Jurastudent an der Universität Bonn
Univ.-Prof. Dr. habil. Marian Malecki, Jagiellonen-Universität


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